Do

21

Feb

2013

Der Holocaust des 21. Jahrhunderts

Der Vergleich, des Holocaust in der Nazizeit mit dem Leid, welches in der heutigen Zeit den Tieren angetan wird, wird von vielen abgelehnt. Darunter auch Tierschützer, die behaupten, dass dies kontraprduktiv für den Tierschutz sei.
Dahinter steckt zu Einen die Ignoranz der Tatsache, dass Tiere ebenso ein Recht auf Leben haben wie Menschen, bei einigen aber sicher auch die Erkenntniss, dass sie den heutigen Holocaust an den Tieren durch ihre Lebensweise selbst verschulden.
EntleMax möchte mit einigen Bildern und Zitaten zum Nachdenken über dieses Thema anregen.

Der "umstrittene" KZ-Vergleich ist nur bei den Heuchlern "umstritten", und bei seelisch Kranken, die nicht wahrnehmen können, dass Tiere Ähnliches erleben wie sie selber: Freude, Angst, Schmerz, Trauer. Der bekannte Verhaltensforscher Prof Konrad Lorenz sagte sehr treffend: "Ein Mensch, der ein höheres Säugetier wirklich genau kennt und nicht davon überzeugt wird, dass dieses Wesen Ähnliches erlebt wie er selbst, ist psychisch abnorm und gehört in die psychiatrische Klinik, da eine Schwäche der Du-Evidenz ihn zu einem gemeingefährlichen Monstrum macht."

 

 

 

"Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka"
(Isaac Bashevis Singer)

"All diejenigen, die den modernen Holocaust von heute an den Tieren verteidigen, indem sie sagen, dass Tiere zur Nahrungsgewinnung getötet werden und um uns zu erhalten, möchte ich daran erinnern, dass die Nazis Sklavenarbeit einsetzten und "Gebrauchsgegenstände" wie z.B. Lampenschirme und Seife etc. aus ihren Opfern herstellten. Das war scheußlich! Und mit Tieren soll das anders sein? Schmerz bleibt Schmerz, und egal, welchen "Nutzen" wir vielleicht aus den Opfern der Gewalt ziehen, so müssen wir doch immer versuchen, Leben aus dem Blickwinkel der Unterdrückten zu betrachten. "Es sind doch nur Tiere", sagen die Amerikaner jetzt. "Es sind doch nur Juden", sagten viele Europäer damals."

"Ich entsinne mich, dass ich während eines Urlaubaufenthalts von 1967 im russischen Wald bei Cavidovo zum ersten Mal eine solche 'Hühnerfabrik' gesehen und besucht habe und dass mein erster Eindruck - und er hat sich später nie geändert - der war: das muss für die armen Tiere ja schlimmer sein als was wir im Konzentrationslager die Jahre hindurch haben ausstehen müssen!"
(Martin Niemöller, Theologe, von 1937–1945 Häftling in den KZ Sachsenhausen und Dachau)

 

 

 

Medizinische Versuche der Nazis an Menschen im KZ Dachau.

 

Heute ist Dachau überall

 

 

"Lesen Sie Berichte über die Experimente, die die Nazis in ihren Forschungslabors mit Juden gemacht haben, und dann lesen Sie Berichte über die Experimente, die wir heute mit Tieren durchführen. Dann fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen: Die Parallelen sind lückenlos. Die Berichte von Menschenversuchen und Tierversuchen sind austauschbar. Alles, was die Nazis den Juden angetan haben, praktizieren wir heute mit den Tieren! Unsere Enkel werden uns einst fragen: Wo wart ihr während des Holocaust gegen die Tiere? Was habt ihr gegen diese entsetzlichen Verbrechen gemacht? Ein zweites Mal können wir uns nicht daraus hinausreden, nichts gewusst zu haben." (Helmut F. Kaplan, Philosoph)

"Solange Menschen das Blut von Tieren vergießen, wird es keinen Frieden geben. Es ist nur ein kleiner Schritt vom Töten von Tieren zu den Gaskammern Hitlers und zu den Konzentrationslagern Stalins. [...] Solange Menschen mit Messer oder Pistole dastehen, um jene umzubringen, die schwächer sind als sie, wird es keine Gerechtigkeit geben."
(Isaac Bashevis Singer)

 

 

"Ich will es deutlich sagen: Rings um uns herrscht ein System der Entwürdigung, der Grausamkeit und des Tötens, das sich mit allem messen kann, wozu das Dritte Reich fähig war, ja es noch in den Schatten stellt, weil unser System kein Ende kennt, sich selbst regeneriert, unaufhörlich Kaninchen, Ratten, Geflügel, Vieh für das Messer des Schlächters auf die Welt bringt."
(Zitat aus „Das Leben der Tiere“ von J.M. Coetzee, Literaturnobelpreisträger)

 

Dies alles zu sehen und zu erkennen, heisst wirklich aus der Geschichte lernen, denn diese massenpsychologischen Gesetzmässigkeiten sind es, die immer und immer wieder (nationale) Massenverbrechen ermöglichen (Frauenunterdrückung, Hexenwahn, Indianer-Ausrottung und Negerversklavung bis zu den jüngsten Massenverbrechen im Kosovo und in Palästina). Indem man die Verbrechen früherer Generationen endlos beklagt und anprangert und von der heutigen Generation Geld und Gold fordert für Verbrechen einer früheren Generation, wird gar nichts gewonnen. Die Geschichte wiederholt sich nie genau gleich: Es wird niemals mehr ein Jesus mit einer Dornenkrone ans Kreuz genagelt und es wird niemals mehr ein Hitler mit Scheitel und Schnurrbart KZs errichten lassen. Solange die stets gleichen massenpsychologischen Gesetzmässigkeiten erkennt, die hinter all diesen Massenverbrechen wirken, ist gar nichts gewonnen für den ethischen Fortschritt der Menschheit. Darum ist es so wichtig, den heutigen Holocaust an den Nutztieren im Tiefsten zu verstehen.

Quelle:vgt

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Kommentare: 11
  • #1

    Sunny Veg (Sonntag, 24 März 2013 01:00)

    Menschen, die dem Holocaust Vergleich ablehnend gegenüberstehen, profitieren entweder von der gnadenlosen Ausbeutung, dem Missbrauch, der Tötung der Tiere ODER sie setzen das menschliche über den "Wert" des tierlichen Lebens. Oder sie plappern ungefiltert nach und denken nicht weiter. Viele wollen nie verstehen, dass die Opfer von damals nicht herabgestuft, sondern die aktuell millionenfach missbrauchten Tiere heraufgewertet werden sollen. Verschliessen ihr Gehirn, sehen die tierlichen KZs nicht, verzehren weiter tierliche Produkte auf ihren Tellern. Wer den Vergleich von Grund auf begriffen hat, wird ihm nicht ablehnend gegenüberstehen, wer Rechte für Tiere fordert: erst recht nicht. Man sollte aus vergangenem, unabänderbarem lernen, und aktuelles Unrecht an Tieren bekämpfen.

  • #2

    Andrea bachl (Montag, 24 Juni 2013 22:36)

    Sunny Veg ; sehr gut und richtig geschrieben. ... wenn manche Menschen den Holocaust-Vergleich nicht verstehen besser gesagt nicht wahr haben wollen, ok, man soll keinem zu etwas zwingen, NUR sollte uns dann bitte auch keiner dazu zwingen, unsere Augen vor den Holocaust-Vergleich mit den weltweiten Tier-KZ's, zu verschliessen. Unrecht ist und bleibt Unrecht !!!

  • #3

    Sandi (Mittwoch, 31 Juli 2013 22:34)

    Danke für diese Seite.
    Als Deutscher "darf" man diesen Vergleich nicht ziehen, obwohl man beim Anblick von Tierfabriken gar nicht anders kann als an KZs zu denken.
    Deshalb ist es erleichternd, wenn man es so sagen darf, dass sich auch Holocaust-Überlebende und Juden allgemein dazu geäußert haben und äußern.
    Somit ist es keine "deutsche" Meinung, sondern eine die wirklich Berechtigung hat.

  • #4

    Sven (Freitag, 02 Mai 2014 23:26)

    Ich halte diesen Vergleich nicht für angemessen. Ziel des Holocausts war die vollständige Vernichtung des Judentums aus rassistischen Motiven. Wer darin nicht etwas völlig anderes als in der Nutzung von Tieren zum Zwecke der Nahrungserzeugung erkennt, dem mangelt es an - soory - emotionaler und auch sonstiger Intelligenz.

  • #5

    Entlemax (Samstag, 03 Mai 2014 00:09)

    Die Überheblichkeit, hier von mangelnder Intelligenz zu sprechen, ist völlig unangebracht, von jemanden, der offensichtlich nicht begreift, worum es bei diesem Vergleich geht.
    Es geht nicht um das Ziel des Holocaust. Es geht um den Holocaust an sich.
    Und dieser Holocaust des 21. Jahrehunderts, den die sogenannten "Nutztiere" zur sogenannten "Nahrungserzeugung" erleiden, ist in "Quantität und Qualität"
    unvergleichbar grösser als der, den die Opfer des Naziregimes erlitten haben.
    Wer einen Holocaust zur Nahrungserzeugung befürwortet, soll hier bitte nicht von emotioneler Intelligenz sprechen.

  • #6

    Sven (Samstag, 03 Mai 2014 03:03)

    "Es geht nicht um das Ziel des Holocaust. Es geht um den Holocaust an sich."
    Der Holocaust lässt sich aber nicht von seinem Ziel trennen. Die Singularität des Holocaust definiert sich ja gerade durch dieses Ziel. Niemals zuvor oder danach in der Weltgeschichte hat ein tyrannisches Regime danach gestrebt, alle Mitglieder einer bestimmten rassischen, religiösen, ethnischen oder kulturellen Gruppe zu ermorden, gleich, wo diese leben. Bis heute nicht. Deshalb verbieten sich deratige Vergleich nicht nur wenn es um Tiere geht.

  • #7

    Entlemax (Samstag, 03 Mai 2014)

    Hier geht es um die systematische Ausbeutung, Misshandlung und Ermordung der sogenannten "Nutztierrassen" durch die grössenwahnsinnige Rasse Mensch.
    Da bietet sich der Vergleich mit dem damaligen Holocaust gerade zu an.
    Kein anderer Vergleich könnte das, was heute mit Tieren geschieht deutlich machen.
    Und selbst dieser Vergleich kann nur ansatzweise das Leid der Tiere anschaulich machen.
    Die Ablehnung des Holocaust-Vergleichs verdeutlicht umso mehr die grössenwahnsinnige Einstellung der Rasse Mensch, die das Leben anderer Rassen als minderwertig betrachtet.
    Hier drängt sich wiederum, der Vergleich zu der Ideologie des Naziregimes auf.
    Der Naziterror wiederholt sich im 21.Jahrhundert an den Tieren auf der ganzen Welt.

  • #8

    EL-GORDO (Dienstag, 13 Mai 2014 14:09)

    @Sven
    Niemals zuvor? Was ist mit der systematischen Ausrottung der Indianer? Was mit dem Abschlachten Hunderttausender, wenn nicht gar Millionen von Büffeln, um den Indianern die Lebensgrundlage zu entziehen?

    Sag niemals nie!

  • #9

    Animal First! (Dienstag, 13 Mai 2014 16:05)

    "Der Holocaust an Tieren"
    http://www.animalfirst.org/?page_id=561&lang=de

  • #10

    Jacqueline Graf (Sonntag, 26 Oktober 2014 06:02)

    Recht habt Ihr!

  • #11

    Dulu (Samstag, 14 Mai 2016 13:56)

    s. "Legen macht frei, Hühner-KZs, vergaste Füchse und das Auschwitz der Tiere" http://antispe.de/txt/legenmachtfrei.html

Liebe Betty, Du Amalia und Max gaben uns die Kraft für unsere Tierrechtsarbeit.
Die Lücke, die Du hinterlassen hast, wird sich nie wieder schließen lassen.
Wir werden Dich immer lieben.

Ein Ort der Besinnung!

"Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."
(Edgar Kupfer-Koberwitz - von 1940-1945 Häftling im KZ Dachau)

Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen. SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!

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