Welpenhandel bei Zoo Zajac

Zajac investiert eine Million Euro in neue Welpenanlage in Duisburg

Norbert Zajac von Zoo Zajac führt durch den Rohbau seiner neuen Welpenanlage. Foto: Hayrettin Özcan

 

Norbert Zajac von Zoo Zajac führt durch den Rohbau seiner neuen Welpenanlage. Foto: Hayrettin Özcan

Duisburg. Der umstrittene Duisburger Tierhändler Norbert Zajac macht Ernst mit seinen Plänen, künftig auch Hundewelpen zu verkaufen. Noch steht aber nur der Rohbau. Ende diesen oder Anfang kommenden Jahres will er mit dem Verkauf starten.

 

Proteste von Tierschützern kennt der Neumühler Unternehmer Norbert Zajac zu genüge. Deshalb raubt ihm die neue Tierschützer-Kampagne gegen seinen geplanten Welpenverkauf nicht den Schlaf. Er glaubt an das, was er zu tun gedenkt und erklärte der NRZ seine Pläne und Beweggründe.

Am Anfang stand der Wunsch. Der Wunsch seiner Kunden nach Hunden und der Wunsch seiner Kunden, Welpen in erfahrene Hände zu geben. „Bei uns fragen am Tag im Schnitt fünf Kunden nach Hunden“, erklärt der 56-jährige Tierhändler. Auf der anderen Seite sei er immer wieder von Kunden angesprochen worden, die einen Wurf Welpen zu Hause hatten, aber nicht wussten, wohin damit. Norbert Zajac ist Kaufmann und erkannte ein Geschäft, denn auch „das Tier ist eine Ware“.

Schwarze Schafe aus dem Verkehr ziehen

Deshalb baut er zur Zeit eine Welpenanlage am Konrad-Adenauer-Ring. Noch steht nur der Rohbau. Aber am Ende sollen auf 600 Quadratmetern eine voll ausgestattete Anlage für die jungen Hunde entstehen. Investitionssumme: eine Million Euro.

Wie genau das Geschäft von statten gehen soll, hat sich Norbert Zajac bis ins Detail überlegt. Kommt ein Welpenbesitzer nach telefonischer Anmeldung mit einem Wurf vorbei, wird zunächst in der Krankenstation ein Tierarzt das Muttertier untersuchen, um die Angaben der Besitzer zu überprüfen. Selbige werden übrigens in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt auch überprüft, denn schwarze Schafe wie amtlich bekannte Tierquäler oder illegale Züchter möchte der Unternehmer gerne aus dem Verkehr ziehen: “Das liegt ja auch in meinem Interesse.“ Ist das erledigt werden die Welpen vom Veterinär unter die Lupe genommen. Danach kommen die Jungtier für eine Woche in Quarantäne.

Abfuhr für Exportwelpen

Dafür werden zur Zeit neun Stationen mit jeweils 16 Quadratmetern auf zwei Etagen gebaut, Gummiestrich, Fußbodenheizung und automatische Tränken inklusive. Erst dann geht es in die neun Verkaufsanlagen, die inklusive Außenanlage jeweils 35 Quadratmeter groß sind. Kameras in den Hundehütten und Monitore für die Zuschauer sollen dafür sorgen, dass die Welpen sich zurückziehen können und die Kunden die Hunde trotzdem in Ruhe beobachten können, denn Welpen schlafen mehr als 18 Stunden pro Tag. Ein direkter Kontakt der Kunden zu den Welpen ist nicht möglich. Desinfektionsanlagen für die Mitarbeiter sollen für die nötige Hygiene sorgen.

„Anfangs werden wir hier nur drei bis vier Würfe haben. Das soll sich ja ganz langsam entwickeln“, beschreibt Norbert Zajac seine Zukunfsvision. Exportwelpen erteilt er von vornherein eine Abfuhr: „Das mach ich nicht, da hab ich keinen Bock drauf.“

Führung mit dem Chef

Sein Zeitplan: „Entweder ich bin bis zum 15. November mit dem Bau fertig und starte, oder ich fange erst am 15. Januar. Ich lass mir nämlich nicht vorwerfen, dass ich unbedingt das Weihnachtsgeschäft mitnehmen will.“ Wer mehr über die Pläne der Neumühler Zoohandlung, die sich selbst als größte der Welt tituliert, wissen will, ist am Montag, 6. Juni, um 16 Uhr zu einer Führung mit dem Chef persönlich eingeladen.

Quelle: "DERWESTEN"

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Kommentare: 4
  • #1

    Dirk (Donnerstag, 07 Juli 2011 19:13)

    Da darf man ja gespannt sein, wie sich die ganze Sache entwickelt. Ich stehe der Sache allerdings zur Zeit auch noch etwas skeptisch gegenüber, aber warten wir mal ab.

  • #2

    Brigitte Uphoff (Mittwoch, 13 Juli 2011 17:43)

    wir bekämpfen den Welpen handel aus den Ostblockstaaten ,
    und hier in Deutschland soll man den handel mit Welpen eventuell legalisieren ,Das ist doch der blanke hohn ,
    hier ist der besitzer der in frage kommenden welpen gefragt
    die hündinnen früh genug sterilisieren zu lassen so würde das problem mit ungewollten welpen garnicht erst auftreten,so wie es mit den katzen heute schon gemacht wird um den ungewollten nachwuchs in grenzen zu halten ,meine tiere sind bis zu ihren natürlichen tot in unserer familie ,

  • #3

    Brigitte Uphoff (Mittwoch, 13 Juli 2011 17:49)

    ich denke schon das der gedanke mit den ungewollten welpen
    geld zu machen im vordergrund steht ,bei einer investition von 1millionen ,das kann der gute mann jemanden erzählen der die hose mit einer kneifzange zu macht ,ich appeliere an jeden tierfreund,geht in die tierheime ,alle rassen und grössen sind dort vorhanden ,vergrößert nicht das leid der tiere ,,

  • #4

    Bernhard Friemel (Montag, 19 September 2011 14:58)

    Den Welpenhandel sollte man verbieten. Hierbei entsteht immer wieder ein Geschäft, das sollte nicht sein. Ein Tier sollte nicht zur Ware werden, es sollte der Weggefährte für den Menschen sein. Wir haben im Inland und Ausland genügend Tiere die eine Familie suchen. Sie benötigen nicht viel. Etwas zu essen, zu trinken, ein Dach über den Kopf und etwas Zertlichkeit. Der Mensch wird es dem Tier niemals vergelden können.

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"Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."
(Edgar Kupfer-Koberwitz - von 1940-1945 Häftling im KZ Dachau)

Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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