Drei Haselnüsse für Aschenbrödel - Oder wie man märchenhaft einen Fuchs ermordet

Ein fast identisches Bild konnten die Kinder, die sich am Heiligabend auf ARD den Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" angesehen haben.

Ja sie konnten sogat in Bild und Ton die letzten Sekunden vom Leben des Fuchses mitverfolgen.

Sie durften mit ansehen, wie ein stolzer Prinz den Fuchs mit einer Armbrust tötete und im ganz nach Art eines Ritualmörders einen Tannenzweig ins Maul stopfte.

Nun, heute  benutzen die Lustmörder eher andere Waffen als Armbrüste.  Aber die "Tradition", ihre Opfer auf diese Art zu verhöhnen, ist geblieben.

Dieser Film wurde 1973 in der DDR produziert. Das damalige dort herrschende Regime war ja durchaus daran interressiert Kinder frühzeitig zu guten Schützen auszubilden um das "sozialistische Vaterland" zu verteidigen.
Einiges hat sich seit zwanzig Jahren verändert.
Aber weder in der ehemaligen DDR noch irgendwo anders auf dieser Welt hat sich die Wende im Bewußtsein der Meschen dahingehend vollzogen, dass sie nicht das Recht haben, Tiere zu töten.

Mit der Ausstrahlung dieses Märchens trägt die ARD sicher nicht dazu bei. Aber das steht ja auch sicher nicht in ihrem Rundfunkauftrag.

Auf der HP dieser Märchenflms kann man Einzelheiten über seine Darsteller lesen. Darunter auch über den Fuchs.

 

"Der Fuchs

Viele finden die Szene mit dem sterbenden Fuchs das traurigste am Film und "Musste der Fuchs wirklich sterben?" lautet eine der Fragen, die mir regelmäßig gestellt werden.

Leider ja, aber nicht weil er von einem Filmpfeil erschossen wurde!! Der Regisseur hat die Entstehungsgeschichte dieser Szene bei mehreren Gelegenheiten (z.B. bei der Autogrammstunde 2005 im CineStar Leipizg) erklärt:

Für die Szenen mit dem (noch) lebenden Fuchs wurde ein Tier eingesetzt, das bei einem Jäger aufgewachsen und zahm war. Wie man deutlich sehen kann, vor allem wenn man den Film an der entsprechenden Stelle anhält, wurde der Fuchs an den Vorder- und Hinterläufen gefesselt und ein hakenförmiger "Pfeil" unter seinen Brustkorb geschoben (das hat Vorliček nicht gesagt, aber man sieht es!). Der Fuchs versucht natürlich, dieses lästige Ding loszuwerden.

Man hat den Fuchs (zurück zu Vorličeks Bericht) für den Beginn der Jagd frei herumlaufen lassen, aber leider ist er weggelaufen. Tierfreunde könnten meinen, er habe seine Freiheit gefunden, aber der Jäger, der ihn aufgezogen hatte, war sehr traurig, da er überzeugt davon war, dass das zahme Tier, das niemals jagen gelernt hatte, den Winter nicht überleben würde. Wenn man so will musste der Fuchs also für den Film sterben. Ob er wirklich verhungert ist oder ein paar Tage später wieder bei dem Jäger auftauchte, kann man natürlich nicht sagen.

Aber es kommt noch schlimmer: Für die folgenden Szenen, in denen der Oberjäger den erlegten Fuchs hochhält wurde ein wirklich toter Fuchs benötigt. Das wusste der Requsiteur natürlich vorher und hatte bei einem Jäger im Herbst einen Fuchs "bestellt". Der erschossene Fuchs wurde bis zu dem entsprechenden Drehtag in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Daher die verblüffend schnell einsetzende Leichenstarre im Film. Dieser zweite Fuchs musste also auch sterben. Ganz bestimmt aber hätte der Jäger dieses Tier auch dann erschossen, wenn er keine Bestellung durch ein Filmteam gehabt hätte.

Ihr könnt euch jetzt selber aussuchen, ob das Filmteam zwei oder gar kein Fuchsleben auf dem Gewissen hat..." 

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Kommentare: 5
  • #1

    Erlenkoenig (Mittwoch, 04 Januar 2012 21:16)

    Dieser Beitrag gibt mir Stoff zum Nachdenken, was ich auf den Forum für die 3HfA Fans niederschreibe.

  • #2

    tierrechtsstimme-entlemax (Mittwoch, 04 Januar 2012 21:36)

    Hab Deinen Beitrag in dem Aschenbrödelforum, gelesen.
    Danke Erlenkönig

  • #3

    Gabriele Berndt (Sonntag, 07 Dezember 2014 15:24)

    drei Nüsse für Aschenbrödel-der liebste Film für Kinder, dort wird gezeigt, wie Mädchen stolz Tiere töten und zuhause Tierliebe heucheln...ein verlogenes Frauenbild..von wegen Romantik... die Musik ist das Beste. Die Brutalität der Erwachsenen offenbart sich bereits beim Stumpfsinn der Kinder über das millionenfache Abschlachten täglich in den Schlachthöfen..Fleisch schmeckt ja so gut...

  • #4

    Elisabeth Hamacher (Samstag, 26 Dezember 2015 21:40)

    Bin jedes Mal geschockt, wenn die Stelle kommt, wo das arme Tier umgebracht wird. Sehe meistens schnell weg. Dann vor diesem Hintergrund, (Fuchs läuft weg, anderes Tier wird umgebracht) wundere ich mich, dass der Film so gelobt wird.

  • #5

    Stubbi (Sonntag, 27 Dezember 2015 11:23)

    Bei dem Märchen : Drei Haselnüsse für Aschenbrödel wird ein Raubvogel getötet. Was wissen sie darüber ? Danke Meine EMAIL-Adresse lautet : everybody@kabelbw.de .

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Wir werden Dich immer lieben.

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"Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."
(Edgar Kupfer-Koberwitz - von 1940-1945 Häftling im KZ Dachau)

Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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