Das Brüllen der Rinder

Zu häufig kommt es vor, dass ein Tier durch einen schlecht gesetzten Bolzenschuss bereits vor dem eigentlichen Schlachten wieder zu sich kommt.

Beim Bolzenschuss die richtige Stelle am Kopf zu treffen ist schwer. Hat das Tier gar Panik, ist es fast unmöglich. Bei Rindern mit dickem Schädel betäubt der Schuss überhaupt nicht.
Die Rinder sind so schlecht betäubt, dass sie noch während des Schlachtens brüllen. Die Tiere zwinkern mit den Augen, schlagen mit den Beinen, ziehen seitlich den Kopf hoch - ein klares Zeichen, dass das Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen nicht ausgeschaltet ist.

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Das Rind zuckt und bewegt sich währenddessen immer noch mit kräftigen, reflexartigen Stößen.



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Ein Rind ist am Fließband, am Hinterbein aufgehängt. Es zappelt. Der Schlächter setzt das Messer an den Hals und schneidet mit einem langen Schnitt die Kehle auf. Ein Schwall von Blut strömt aus seinem Hals. Das Tier schlägt mit dem Kopf und schreit entsetzlich. Ein weiteres Rind, ebenfalls am Hinterbein aufgehängt, schlägt mit dem freien Hinterbein wild um sich. Erst wird dem Rind die Kehle aufgeschnitten. Dann wird ihm ein Vorderbein abgetrennt. Das Tier lebt aber noch! Es schlägt um sich, die Augen gehen auf und zu. Dann wird das andere Bein abgeschnitten. Erst als der Schlachter den Kopf abtrennt, ist das Rind tot. Doch schon kommt das nächste Rind am Fließband aufgehängt: Es zappelt mit dem ganzen Körper, schlägt mit Kopf, tritt mit den Füßen....

Der Film machte Schlagzeilen: Ein Dokumentations-Team des österreichischen Vereins gegen Tierfabriken drehte entsetzliche Bilder in einem EU-Schlachthof nahe der österreichisch-deutschen Grenze.
Der Skandal: Die Rinder brüllen noch, während sie am Förderband aufgeschnitten werden! Während der Filmaufnahmen wurden in einer Stunde 30 Tiere geschlachtet. Sechs von ihnen erwachten aus der Betäubung und erlitten unvorstellbare Qualen während ihrer Tötung. Andere Schlachthöfe verweigerten bis jetzt jede Drehgenehmigung.
Was der Dokumentationsfilm zeigt, ist kein Einzelfall - sondern erschre-ckende Realität in europäischen Schlachthöfen.

Der österreichische Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank berichtet:

»Tierschützer und ein privater Kameramann wollten wissen, was an den Gerüchten von grausamen Zuständen in unseren Schlachthäusern dran sei und sind Beobachtungen, dass Tieren immer wieder unbetäubt »die Beine abgeschnitten bekämen oder ins Brühwasser getaucht« würden, nachgegangen. Sogar ein Landwirt berichtete, dass ein Stier, nachdem er mit dem Bolzenschussapparat geschossen und an einem Hinterbein hochgezogen war, noch herzzerreißend gebrüllt hätte, während er bereits aufgeschnitten wurde. Auch bei der Schlachtung von Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, käme es zu fürchterlichen individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht ausreichend betäubt würden.

Die nun vorliegende Video-Dokumentation zeigt, wie den Tieren bereits beim Auf- und Entladen auf bzw. vom Tiertransporter mit Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit elektrischen Viehtreibern geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes zum Gehen gezwungen. Der Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen

nach Blut, lässt die Tiere ihr Schicksal erahnen und versetzt sie offensichtlich in Todesangst. Jenes Tier, das jeweils im engen Gang unmittelbar vor der Tötungsbox steht, kann das blutige Gemetzel schon sehen, das ihm bevorsteht. Einmal in dieser Tötungsbox gibt es kein Entrinnen mehr. Der Bolzenschussapparat wird an der Stirn angesetzt, ein Knall und das Tier sackt augenblicklich weg. Aber der Stier ist noch nicht tot, er sollte jedoch betäubt sein...

Die Tiere werden nun mit einer Eisenkette am Hinterbein hochgezogen und hängen kopfüber am Fließband. Durch einen Stich in die Halsschlagader sollen sie zum Verbluten gebracht werden. Wann genau der Tod eintritt, weiß niemand. Der Stier, der für das AMA-»Gütesiegel« vorgesehen ist, hängt nun an einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet ihm den Hals auf, Blut bricht hervor, der angeblich betäubte Körper zuckt zusammen.

Da geschieht etwas, das jeden Betrachter erschaudern lässt: -Während der Schlächter den Hals aufschlitzt, öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und noch einmal. Dann

beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen! - Es ist auf der Videodokumentation klar und deutlich zu sehen und zu hören. Das halb aufgeschnittene Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein schauderhaftes, heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges.

Der Schlächter, der die Vorderhufe abschneidet, muss in Deckung gehen. Denn nun bäumt sich der mächtige Stier blutüberströmt am Haken noch einige Male auf. Das sterbende Tier windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert lange Minuten...«

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"Zur Betäubung der Rinder vor dem Blutentzug wird mit speziellen, munitions- oder druckluftangetriebenen Bolzenschussgeräten ein 7-11 cm langer Bolzen von ca. 1 cm Durchmesser in den Schädel des Tieres geschossen. (...)"



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Hier wird dem Tier mit einem flexiblen Stab das Gehirn so stark beschädigt, dass Zuckungen und Reflexbewegungen nicht mehr auftreten können.
Durch den Bolzenschuss sind die Tiere oftmals nur betäubt aber nicht tot! Der Tod tritt in der Regel erst durch die sogenannte "Entblutung", also durch das Aufschneiden der Hauptschlagadern bzw. durch den "Bruststich" ein.
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Das Schlachtbesteck besteht aus mehreren scharfen Messern: lang, kurz, dick, dünn, rund und spitz. Sowohl dabei: ein Messerschärfer.
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Der Kopf wurde abgetrennt - körperwarmes Blut (dampfend)

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Kommentare: 4
  • #1

    Wir Füchse (Montag, 20 Februar 2012 12:48)

    Die Filme,also das Brüllen dieser armen Geschöpfe sollte ich mir anhören, aber ich konnte es nicht. Von kaum erträglich für mich wage ich nicht zu sprechen, denn unerträglich ist es nur für die Rinder, nicht für mich. Auf jeden Fall sollten auch Heranwachsene diese Bilder und Filme sehen. Sei hostel, saw und ähnlichen Horrorstreifen, können sie auch die Wahrheit verkraften, die sie erfahren müssen, bevor sie zum hoffnungslosen Fleischfresser mutieren

  • #2

    Dirk (Montag, 02 September 2013 00:40)

    Das Schlachten muß entgültig aufhören und die Schlächter sollten sich in eine Klinik einweisen lassen. Vielleicht kommen
    sie zu einer halbwegs menschlichen oder gar lebens-freundlichen Gesinnung.

  • #3

    Christiane (Dienstag, 25 November 2014 07:57)

    Wer fleisch ißt der sollte sich das auch ansehen wo es herkommt. Wie die Tiere sterben müssen! Die Angst in den Augen sie wissen was kommt. Jede fleischtheke sollte diese Filme zeigen. Wird doch sonst für alles Werbung gemacht.
    Wir Menschen werden immer abartiger. Gibt es noch Hoffnung für uns?

  • #4

    Peter (Donnerstag, 24 September 2015 14:36)

    Ich bin nach wie vor für Schlachtungen - allerdings unter anderen Bedingungen.

    Zum Beispiel verpflichtende Video-Überwachung in allen EU-Schlachthöfen mit lückenloser Aufzeichnung. Unangekündigte Kontrollen. Ausbau der Kontrollen.

    Gleichzeitig "schonendere" Schlachtung - vielleicht eine bessere Betäubung. Vielleicht abgetrennte Bereich in den Schlachthöfen - Ruhezone mit Narkosegas.

    Fleisch wurde schon seit Millionen von Jahren gegessen. Ist nichts schlimmes. Macht meine Katze auch.

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"Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."
(Edgar Kupfer-Koberwitz - von 1940-1945 Häftling im KZ Dachau)

Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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