Das Märchen von Grünröckchen und dem bösen Fuchs

"...Der obere Teil des Baues fiel in sich zusammen und zugleich griff etwas Zangenähnliches nach Lances und zog ihn am Schwanz aus den Resten seines Zuhauses. Von Todesangst erfüllt baumelte der bebende Fuchs kurze Zeit später am Arm des Jägers. Er versuchte sich zu drehen, um seinem Peiniger ins Handgelenk beißen zu können, aber er hatte keine Chance.
Toga konnte die unsagbare Angst ihres Gefährten riechen. Der Geruch seiner Panik machte sie wahnsinnig. Und obgleich sie wusste, dass sie Lances nicht helfen konnte, stürzte sie verzweifelt aus dem Bau..."

"... genau in jenem Augenblick, in dem einer der Männer einen Knüppel hob, ausholte und ihn wieder und wieder auf Lances´Kopf niederschmetterte.

Togo schrie auf, sie schrie ihre Verzweiflung und ihren Schmerz aus sich heraus. Die Menschen hatten ihren Gefährten hingerichtet. Sie hatten ihn vor ihren Augen mit einem Holzknüppel erschlagen.Wie gelähmt stand sie da, als ein gezielter Schuss sie aus nächster Nähe traf und ihrem Leben ein sinnloses Ende setzte..." (Auszug aus der Erzählung "Jankers Versprechen") von Beate Rost

Diese Erzählung der Tierschützerin Beate Rost ist leider kein Märchen.

Sie beschreibt den grausamen Alltag, den die Füchse in unseren Wäldern ertragen müssen.

Märchen oder besser gesagt Lügen erzählen uns die Jäger, wenn sie versuchen das Massaker, das sie täglich unter den Füchsen anrichten zu rechtfertigen.

Gerade durch den brutalen Umgang mit Füchsen reißen sich die Jäger selbst die Maske vom Heger, Pfleger und Naturschützer herunter, die sich so gern aufsetzen.

"Kaum ein Tier wird hierzulande so erbarmungslos verfolgt wie der Fuchs. Mehr als 600.000 dieser ebenso schönen wie intelligenten Wildtiere mussten im Jagdjahr 2000/2001 durch jägerische Flinten und Fallen ihr Leben lassen; ein Großteil davon als Welpen am elterlichen Bau. Viele Jäger können ihren Haß dabei kaum verbergen, wenn sie von "dem Fuchs" im Kollektivsingular feindbildbezogener Termini reden - als "Niederwildschädling", "Wilderer" und "Krankheitsüberträger" diffamiert, wird ihm in Deutschland nicht einmal eine Schonzeit zugestanden."
(Dag Frommhold, 1997/2002)
Allein in Deutschland werden nach offiziellen Zahlen der Jagdverbände jedes Jahr etwa 600.000 Füchse erschossen, in Fallen gefangen oder anderweitig von Jägern getötet. In Österreich belaufen sich die sogenannten jährlichen "Fuchsstrecken" derzeit auf etwa 60.000 Tiere, 
Damit ist die Jagd die bei weitem häufigste Todesursache für Füchse - Kugel, Schrot und Schlagfalle sind Studien zufolge je nach Gebiet für 56 bis 80 Prozent der jährlichen Fuchsmortalität verantwortlich.

 

 

Und hier ist das Märchen von der Notwendigkeit der Massentötung von Füchsen.

Kapitel 1

Füchse übertragen die Tollwut

Schon im Jahr 1980, als die Angst vor der Tollwut ihren Höhepunkt erreichte, lag die Wahrscheinlichkeit mit dieser Krankheit in irgendeiner Weise in Kontakt zu treten bei eins zu 171.875.000.

Heute jedoch, nach einer großflächigen Impfung ist diese Krankheit aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gänzlich verschwunden.
Füchse sind also keine Überträger von Tollwut.

 

Kapitel 2

Füchse übertragen den Fuchsbandwurm

Da die "Echinokokkose" (die durch den Fuchsbandwurm verursachte Krankheit) meldungspflichtig ist, liegen zuverlässige Zahlen des Robert-Koch-Instituts vor, die auch diese Aussage Lügen strafen. 2001 erkrankten - bundesweit - 12 Menschen; im Jahr 2002 waren es 6. Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, zumal es mittlerweile einige Schutzmaßnahmen gibt.
Erwähnenswert ist sicherlich auch, dass 80% der Betroffenen Jäger waren, da nur sie den Tieren auf eine Art zu Nahe kamen, die das Infektionsrisiko steigert.
- Es liegt kein wissenschaftlicher Beleg vor, dass der Verzehr von Waldbeeren in irgendeiner Weise bedenklich sein könnte - Bei keinem der diesbezüglichen Tests trat ein derartiger Fall auf.
Die Wahrscheinlichkeit durch einen Fuchs an Echinokokkose zu erkranken ist also gleich Null.

 

Kapitel 3

Es gibt zu viele Füchse

In den 60ern, als man versuchte die Fuchspopulation durch Jagd und Baubegasung einzudämmen, stieg die Anzahl der Tiere mancherorts um mehr als 75% Prozent; Nur das Durchschnittsalter sank. Der Jagddruck führt zu einer erhöhten Fruchtbarkeit; einzig und allein die Bindungen zwischen den Tieren (Gerade sie sind bei Füchsen sehr stark ausgeprägt) wurden schwächer.
Durch die Bejagung von Füchsen verschafft man also nur mehr Füchsen ein schreckliches Leben, anstatt ihre Zahl zu verringern.

 

 

Kapitel 4

Füchse rotten ihre Beutetiere aus oder gefährden das natürliche Gleichgewicht

Auch das ist eine Lüge.

In zahllosen Fällen wurde bewiesen, dass Füchse niemals eine Tierart gefährden; die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes ist weitaus bedeutsamer. Als in den Niederlanden von 2002 bis 2005 die Fuchsjagd ganzjährig verboten wurde, konnten keinerlei negative Folgen festgestellt werden, trotzdem wurde das Verbot im Jahr 2005 durch eine konservative Regierung wieder aufgehoben. Ist das nicht Beweis genug für die eigentlichen Motive der Jäger?

 

Kapitel 5

Füchse stellen eine Gefahr für Menschen oder Haustiere dar

Nun dies ist wohl das lächertlichste Argument der Jäger gegen die Füchse. Jedem, der einen gesunden Menschenverstand besitzt sollte klar sein, dass diese scheuen Tiere niemals einen Menschen angreifen würden. Es sei denn sie werden von ihm in eine so aussichtslose Situation gebracht, dass sie aus reiner Panik und zur Notwehr zuschnappen.

Also wo liegt nun der Grund für die grausame Massentötung der Füchse durch die Jäger?
Mir fällt da nur noch die Lust am Töten ein.

Nun frage ich Euch. Wie pervers müssen diese Menschen sein, wenn sie Spass daran haben diese wundervollen Tiere umzubringen?

 

 

 

 

Mehr über Füchse könnt Ihr hier lesen: füchse.info

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Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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