Ulrike Greiner fragt in "KLEINE ZEITUNG" : "Wie weit darf Tierschutz gehen? - Bianca Wittkowski gibt die Antwort

Frau Greiner schreibt:

"Schweinebauern wehren sich gegen Tierschützer, die nachts in ihre Ställe eindringen, Daten über angebliche Missstände sammeln und diese an die Behörde weiterleiten. Die Aktivisten wiederum verteidigen ihr Vorgehen

Die Fronten sind seit Jahren verhärtet. Denn jene Bauern, die konventionelle Schweinemast betreiben, beteuern (durchaus glaubhaft), nur zum Besten ihrer Tiere zu handeln, obwohl sie unter großem Druck vonseiten des Handels und der Konsumenten stehen. Die Tierschützer wiederum orten in den Haltungsbedingungen in Schweinemasten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Unabhängig davon, welcher Sichtweise man folgt, so darf doch eine zentrale Frage gestattet sein: Wie weit darf Tierschutz gehen? Hat ein privater Verein das Recht, sich an den Grenzen der Legalität zu bewegen - auch wenn er damit möglicherweise im einen oder anderen Fall auf behördlich gedeckte Missstände aufmerksam macht? Oder wird damit der Anarchie Tür und Tor geöffnet?"

 

Kann das Tor zur Anarchie noch weiter geöffnet sein Frau Greiner?
Kann das Tor zur Anarchie noch weiter geöffnet sein Frau Greiner?

Hier die Antwort von Bianca Wittkowski:

 

"Sie sollten besser fragen: “Wie weit darf unsere Spezies gehen?”

 
Für Tiere (lebende, fühlende Wesen), ist dieses ‘Leben’ die Hölle auf Erden – Geboren um zu Sterben! Sie werden wie am Fließband produziert, betäubungslos verstümmelt und in fensterlose, dreckige und stinkige Hallen gesperrt.
 
Natürlich beteuern die Mäster sich an alle tierschutzrelevanten Vorgaben zu halten. Und sie beteuern auch immer wieder, dass ihnen die Tiere am Herzen liegen und sie alles für deren Wohlbefinden tun. Leider sind die gesetzlichen Anforderung so minimal, dass es lächerlich ist, wenn man sich brüstet, diese einzuhalten! Die Tiere liegen den Mästern in so fern am Herzen, wie sie Gewinn bringen, denn es sind für den Tiernutzer ausschließlich Wirtschaftsgüter.
 
Schweine werden betäubungslos kastriert, ihnen werden die Ringelschwänzchen abgekniffen und die Zähne abgeschliffen. Die Säue werden wochenlang in körpergroße Käfige gesteckt, wo sie bewegungslos ihre Kinder gebären und säugen müssen und keine Möglichkeit haben ihre Bedürfnisse auszuleben. Die Babys werden den Müttern entrissen und in einem halben Jahr zur Schlachtreife gebracht. Die Tiere leben auf Spaltenböden, ohne Tageslicht und frischer Luft. Sie sind so überzüchtet, dass sie schneller Fleisch ansetzen, als ihre Knochen mitwachsen können und deshalb ihr ganzes Leben lang unter Schmerzen leiden.
 
Tierschützer wollen niemandem Schaden und setzen sich nicht für ihre eigenen Interessen ein. Sie wollen Tieren, die nicht für sich selbst sprechen können, zu ihrem Recht verhelfen. Bitte bringen Sie doch mal etwas Empathie auf und versetzen sich in diese intelligenten, neugierigen und geselligen Tiere! Denken Sie mal darüber nach, dass ihr ‘Essen’ ein unwürdiges, kurzes und brutales Leben hatte, dass in einem gefliesten, kalten, nach Blut und Angst erfülltem Raum abrupt und qualvoll beendet wird.
 
Um auf Ihre Frage zurück zukommen: Natürlich sollten Tierrechtler in Ställen die REALITÄT dokumentieren können, damit mitfühlende Menschen nicht mehr nur an den beschönenden Worte der Erzeuger, Mäster, Politiker glauben müssen, sondern sich selbst ein Bild machen können! Wem das Fleisch von solch misshandelten Tieren danach noch schmeckt, dem ist wahrscheinlich nicht mehr zu helfen. Aber die Augen vor dem Alltag der Tiere zu verschließen und ihr Leiden herunterzuspielen und zu ignorieren ist mehr als falsch!"
 
“Womit haben diese Tiere das verdient?”

 

www.schnitzel-ist-out.de

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Kommentare: 1
  • #1

    Jutta Hörde (Freitag, 22 Februar 2013 22:43)

    Es ist nicht zu fassen, was mit den armen Tieren passiert.
    Soll man den "Betreuern" der Ferkelaufzucht doch auch ohne
    Betäubung die Eier und den Schwanz abschneiden !!!!!!!

Liebe Betty, Du Amalia und Max gaben uns die Kraft für unsere Tierrechtsarbeit.
Die Lücke, die Du hinterlassen hast, wird sich nie wieder schließen lassen.
Wir werden Dich immer lieben.

Ein Ort der Besinnung!

"Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."
(Edgar Kupfer-Koberwitz - von 1940-1945 Häftling im KZ Dachau)

Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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