Wer hat Angst vorm bösen Fuchs? - Über Füchse in Wohngebieten

Vor einigen Tagen las ich einen Kommentar bei facebook , der die Aussage hatte, dass Füchse, wenn sie in bewohnte Gebiete vordringen eine Gefahr für Menschen bedeuten.
Besonders Kinder seien gefärdet, von ihnen zerfleischt zu werden.
Man könnte jetzt darüber lachen. Allerdings ist es eine traurige Realität, das es dank der kontinuierlichen Verdummunng durch die Jäger mehr leute gibt, die daran glauben, als wir denken.

 

 

Füchse sind heut weitaus häufiger in Siedlungsgebieten anzutreffen als früher.
Das liegt einerseits an dem grossem Angebot von Essensresten im Müll und dem damit verbundenem Vorhandensein von Ratten und Mäusen, der Hauptnahrung von Füchsen.
Andererseits aber auch daran, dass sie hier von ihren Mördern, den Jägern sicher sind, da in bewohnten Gebieten nicht geschossen werden darf.

 

 

Lest dazu einen Beitrag von  Dag Frommhold:

 

Wer hat Angst vorm bösen Fuchs?


Regelmäßig wird in den Medien - insbesondere lokalen Tageszeitungen darauf hingewiesen, dass Füchse Überträger gefährlicher
Krankheiten wie Tollwut oder Fuchsbandwurm seien. Interessant
ist dabei, dass sich nahezu ausschließlich Vertreter der Jägerschaft
mit derartigen Aussagen hervortun. Zumeist fügt man
im nächsten Atemzug an, dass man aufgrunddessen den Fuchs
»scharf bejagen« müsse, um der Ausbreitung derartiger Krankheiten
Einhalt zu gebieten. Bei so manchem Stadtbewohner, der einen
Fuchs in seinem Garten sieht, löst die Lektüre solcher Informationen
natürlich Angst aus: Was, wenn ich bei der Gartenarbeit
mit Fuchskot in Kontakt komme und mich dabei mit der Echinokokkose infiziere? Was, wenn der Fuchs tollwütig ist, auf einmal aggressiv wird und meine im Garten spielenden Kinder beißt?

Berücksichtigt man dagegen die nüchternen Fakten und wirft
einen Blick auf die statistische Häufigkeit von Tollwut- oder Fuchsbandwurmerkrankungen
beim Menschen, stellt sich die Situation
weit weniger dramatisch dar, als die Warnungen der Jägerschaft
vermuten lassen. Der Fuchsbandwurm ist eine meldepflichtige
Krankheit, mit der sich bundesweit im Durchschnitt etwa 20 Menschen
pro Jahr infizieren. Im direkten Vergleich ist es deutlich wahrscheinlicher,
vom Blitz getroffen zu werden oder bei einem Jagdunfall
zu Schaden zu kommen. Grund für die geringe Zahl an Echinokokkose-
Erkrankungen ist dabei unter anderem die Tatsache,
dass nur eine Dauerexposition auch zur Infektion führt - eine einmalige
Aufnahme von Fuchsbandwurmeiern reicht dafür noch
nicht aus. Inzwischen bezweifeln Experten sogar, dass man sich
über den Verzehr von kontaminierter Nahrung überhaupt mit dem
Fuchsbandwurm infizieren kann. Wer trotzdem auf Nummer sicher
gehen will, kann durch gründliches Waschen, besser noch
das Abkochen der im Garten geernteten Früchte zuverlässig jedes
Bandwurmei eliminieren.

Entwarnung kann übrigens auch im Hinblick auf die Tollwut
gegeben werden. Tollwütige Füchse sind bei uns schon seit Jahren
nicht mehr anzutreffen. Infolge der Immunisierung mitteleuropäischer
Fuchspopulationen durch den Einsatz von Impfködern
gelten Deutschland und Österreich seit 2008, die Schweiz
bereits seit 1999 als frei von terrestrischer Tollwut.
Die Gefahr, die Menschen durch Parasiten und Krankheiten des
Fuchses droht, wird also ganz offensichtlich weit übertrieben. Dass
viele Jäger die Angst vor dem Fuchs schüren, ist dabei wohl weniger
der Sorge um die Volksgesundheit geschuldet, sondern
dient viel eher dazu, in der Bevölkerung Rückhalt für die Jagd auf
Füchse zu gewinnen.

Und hier noch ein ganz wichtiger Hinweis!

Sollte jemand in seiner Nachbarschaft einen Fuchs entdecken, dann bitte nicht den Jäger rufen!

 

So mancher Kaninchen- oder Hühnerhalter mit »Fuchsproblem«
wird zumindest erwogen haben, den Jäger zu rufen. Da dieser im
Siedlungsraum meist keine Waffe zum Einsatz bringen darf, werden
häufig Fallen für den vierbeinigen Delinquenten aufgestellt.
Ist der Fuchs gefangen, bringt der Jäger ihn kurzerhand in den Wald
und erschießt ihn dort mit einer Kleinkaliberpistole.

 

 


Wer mehr dazu lesen möchte, wie man sich verhält, wenn man in der glücklichen Lage ist, Füchse als Nachbarn zu haben, kann das in dem Beitrag "Stadtfüchse - Geährliche Eindringle oder harmlose Nachbarn", in der Ausgabe 1/13 der Zeitschrift "Freiheit für Tiere tun.
Diese Zeitschrift erscheint vierteljährlich vom Verlag Das Brennglas GnbH

 

http://www.freiheit-fuer-tiere.de/zeitschriftausgaben/index.html

 

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Sie wurden von Menschen dazu missbraucht zu kämpfen. Nun ist es an der Zeit, dass Menschen für sie kämpfen.  SCHLUSS MIT DEM RASSENWAHNSINN !!!
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